Cosina

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Die Cosina CT 1 Super mit Cosina 35 – 70mm 1:3,5 – 4,8 Objektiv.

In einem Karton voller alter kaputter Uhren, Kerzenständern und hässlichem Porzellan lag die Cosina. Zuerst ging ich vorbei, obwohl ich sie schon gesehen hatte. Oder besser ihre Umrisse, die ich grob als „Kamera“ wahrnahm. Ich hasse das Wühlen in solchen Kisten. Es fühlt sich an, wie in einer Mülltonne nach einem Schatz zu suchen, den es nicht gibt. Aber ich drehte um, kniete mich hin und fischte den Apparat aus dem Unrat heraus.

Eine klassische Spiegelreflexkamera, ohne Zweifel. Ich wog und drechte sie in meinen Händen, befühlte ihre Struktur, begutachtete Knöpfe und Funktionen. „Was kostet die?“ – „Was gibst du mir denn?“ – „5 Euro“ – „Nein, also 10 sollten es schon sein!“ – „Das ist aber nichts gescheites. Kein Name.“ – Der Verkäufer an seinem Stand verzog das Gesicht. „Nagut, machen wir 8 Euro.“ Ich betrachtete die Kamera ein letztes Mal. „Ok“. Immerhin geschickt gehandelt.

Wieder zuhause las ich einen ausführlichen Artikel über die Cosina. Kurze Zeit später hatte ich auch schon neue Filme gekauft. In der letzten Zeit hatte ich kaum fotografiert und wenn, dann nur digital. Ich entschied mich sofort für Schwarzweißfilme. Ich weiß nicht mehr recht wieso. Vor einigen Jahren hatte ich verschiedene Mittelformate mit Schwarzweißfilm bestückt. Wegen meiner Unkenntnis scheiterten diese Versuche kläglich. Mit der Canon hatte ich auch eine monochrome Zeit, aber das ist sowieso nicht das Gleiche.

Im naheliegenden drogerieführenden Supermarkt gibt es nur den Agfa APX mit Iso 100. Dafür, dass es Nacht war, als ich das erste Mal mit der so bestückten Cosina loszog, eine ganz schön karge Lichtempfindlichkeit. Allerdings konnte ich so gleich den mechanischen Selbstauslöser ausprobieren. Einen Drahtauslöser hatte ich auch noch dabei.

Die Handhabung der Kamera ist einfach. Sie besitzt die wesentlichen Funktionen einer analogen Spiegelreflex (zu meinem persönlichen Leidwesen leider keine Möglichkeit der Mehrfachbelichtung). Der eingebaute Belichtungsmesser ist ebenfalls brauchbar. Die Isowerte lassen sich zwar fast stufenlos einstellen, hören aber leider bei 1600 auf. Ein toller Apparat, Aber etwas wenige Möglichkeiten, um mit der Mechanik zu experimentieren. Soviel dazu. Zu den ersten beiden verschossenen Filmen später dann mehr.

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